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 BASLER HUNDESPAZIERDIENST

 


Spazierdienst

Betreuungsservice

Erziehungsberatung


 

 

 

 


Caroline Klopfenstein


Handy: +41 (0)79 / 484 95 91

Mo. - Fr. 8h - 18h

oder per Email:

petite_fleur@bluewin.ch


 

 

Der soziale Kontext oder die Liebesbeziehung Mensch-Hund

 

Wenn der junge/neue Hund bei uns einzieht, sind wir bis über beide Ohren in Bello verliebt, unsere ganze Aufmerk-samkeit gilt ihm: hier Bello, da Bello, tu das und jenes, das darfst du, das nicht.


Je länger der Hund bei uns lebt, desto mehr Routine und Alltag schleicht sich ein, wir nehmen ihn immer weniger bewusst war, hängen unseren Gedanken nach und gewähren ihm immer mehr Freiheiten, diese Momente nach seinem Gutdünken zu gestalten und seinem Naturell entsprechend zu reagieren.


Wir leben uns langsam auseinander. Wir leben in unserer Welt, Bello in seiner.


Vor allem außerhalb des Zuhause, auf dem Spaziergang kommen diese Auswirkungen zum tragen: es ist in unserer Kultur tief verwurzelt, dass ein Hund auf dem Spaziergang von der Leine gelassen wird und seine Freiheit genießen darf. Hier schnuffeln, da einen Brotkrumen fressen, einen anderen Hund begrüßen, etwas spielen, eine Katze jagen und vielleicht auch ein Eichhörnchen.


Wenn er dann etwas, für uns unappetitliches, zum Fressen findet und sich daran gütlich tut, gefällt es uns plötzlich nicht mehr und spätestens wenn er auf eine Rehspur ansetzt, einen anderen Menschen verbellt oder sogar angreift, müssen wir eingreifen.


Freiheit gewähren geht, solange unser Hund diese nach unserem Gutdünken und der gesellschaftlichen Akzeptanz nutzt.
Aber, je nach dem Naturell unseres Hundes können oder dürfen wir ihm diese Freiheit nicht zugestehen, damit er gesellschaftstauglich bleibt, so schwer uns dies auch fällt. Spätestens dann sind wir als Besitzer gefordert.
Je eher wir den sozialen Kontext zwischen Hund und Bezugsperson verstehen und anwenden, desto schneller können wir auf unerwünschtes Verhalten des Hundes reagieren und dieses in andere, akzeptable Bahnen lenken.


Der Hund ist ein soziales Wesen, wie wir Menschen auch. Er empfindet Gefühle wie Freude, Trauer, Ärger, Glücklichsein, Verbundenheit, wie wir Menschen auch.
Aber, er lebt im Gegensatz zu uns Menschen, absolut im hier und jetzt! Und genau dort muss unser Ansatzpunkt im Umgang mit unserem Hund sein.


Konzentrieren wir doch mal unseren Fokus auf dem Spaziergang, wie zu Beginn, als Bello neu bei uns eingezogen ist, ganz auf ihn und leiten ihn an, wie er etwas tun soll. Fordern wir von ihm etwas, das wir für sinnvoll erachten, z.b.Fusslaufen, mit aller Freundlichkeit und Liebe, die wir ihm gegenüber empfinden, aber absolut konsequent.


Spätestens nach 5 Minuten sind wir fix und fertig. Geistig und emotional. Wir sind es nicht mehr gewohnt, uns länger als ein paar Minuten voll und ganz auf ein Ding zu konzentrieren. Ohne dass unsere Gedanken abschweifen. Vollkommen im Moment zu leben, im hier und jetzt zu sein.


Kinder können es noch. Für Hunde gibt es nichts anderes.


Dies wird für uns eine sehr schwierige, aber wertvolle Aufgabe sein: absolut konzentriert sein und konsequent und geduldig etwas einfordern und dabei bis zum Schluss der Übung freundlich bleiben, im Zwiegespräch mit dem Hund bleiben, ihm sagen was er gut macht, wie er es besser machen könnte, ihn loben, aber auch ihn und seine Gefühle wahrnehmen, ihm zeigen, dass es uns Freude und Spass macht, mit ihm zusammen etwas zu erarbeiten und gemeinsam die Welt zu entdecken.


Je öfter wir ausserhalb vom Zuhause viele verschiedene Übungen einbauen und auf diese Art mit dem Hund spazieren gehen, desto reicher werden wir belohnt: eine innige Verbundenheit wird das Nebeneinander ersetzen und wir sind draussen ohne Leine in einem dauernden Zwiegespräch mit unserem Hund.